Wo bleibt das Sozialticket?

4. Ratschlag zum Thema Sozialticket
Am 23. Mai findet ab 17.00 Uhr im Jahrhunderthaus der IG Metall ein Ratschlag des DGB Ruhr-Mark statt. Thema: “Das Sozialticket ist machbar – wenn es politisch gewollt wird!” Hiermit reagiert der DGB auf die Weigerung des VRR ein Sozialticket einzuführen. Das Hauptreferat auf dem Ratschlag wird Prof. Heinz-J. Bontrup halten. Sein Thema: “Vom betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen des Sozialtickets.” Anschließend berichten VertreterInnen aus verschiedenen Städten unter dem Motto “Bad & Best Practice” über ihre Erfahrungen mit dem Sozialticket. In der Einladung heißt es: »Eine große Koalition aus Politik und Nahverkehrs-Unternehmen verhindert zur Zeit im VRR die Einführung eines Sozialtickets. CDU und Grüne im VRR hatten Anfang 2010 versprochen, zum 1. August 2010 ein Sozialticket einzuführen. Die Gegner des Sozialtickets – insbesondere aus den Vorständen der Verkehrsbetriebe im VRR – haben es mit heftiger Polemik geschafft, diese Vereinbarung zu kippen.
Zunächst sollte die Einführung des Sozialtickets auf den 1. Januar 2011 verschoben werden, dann sollte es zum 1. Juni 2011 kommen. Inzwischen steht fest, dass die CDU die Koalitionsvereinbarung mit den Grünen nicht einhalten wird.
Eine wichtige Rolle hat hierbei ein äußerst zweifelhaftes Gutachten der Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co KG gespielt. Die Methoden des Gutachtens sind so fragwürdig, dass sich der VRR bis jetzt weigert, das vollständige Gutachten der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Während das Bärenticket für Seniorinnen und Senioren mit fast 100 Euro pro Ticket im VRR subventioniert wird, auch wohlhabende Studierende sowie Schülerinnen und Schüler das öffentlich geförderte preisgünstige Schoko- oder Semesterticket bekommen, soll ein erschwingliches Ticket für Hartz-IV-EmpfängerInnen unmöglich sein. Die CDU im Landtag hat offen erklärt, dass sie kein Cent für ein Sozialticket bereitstellen würde, wenn sie darüber entscheiden könnte.
Die SPD im VRR hat offensichtlich kein Interesse daran, das Sozialticket einzuführen. Gleichzeitig will sie aber die Subventionen abgreifen, die das Land für ein Sozial-ticket zur Verfügung stellt. Sie hat jetzt vorgeschlagen, dass eine 20-prozentigen Ermäßigung auf Vierertickets das Etikett “Sozialticket” erhalten soll.
Mit einen erneuten Ratschlag zum Thema Sozialticket wollen DGB und Initiativen aufzeigen, dass es gute Lösungen für ein Sozialticket gibt, wenn es politisch gewollt ist.«
Der Einladungsflyer.

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