1,15 Millionen Menschen an Rhein und Ruhr wären Sozialticket-berechtigt

Über 1,15 Millionen Menschen an Rhein und Ruhr wären nach den Kriterien des VRR im Prinzip Sozialticket-berechtigt. Wenn denn der Preis und die sonstigen Konditionen stimmen würden…  Der WDR hat Zahlen veröffentlicht.:
Es handelt sich um Angaben aus dem Sommer 2011. Die Berechtigten-Zahlen schließen neben den Sozialleistungsempfängern auch die Wohngeldempfänger bzw. -empfängerinnen mit ein. Die Zahlen über mögliche Mindereinnahmen basieren auf einer, mittlerweile als haltlos erwiesenen Soll-Nutzerquote von 14 Prozent.

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30-Euro-Ticket ist der erwartete Flop

Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 14 Städten im VRR trafen sich am Samstag vor dem Duisburger Hauptbahnhof, um deutlich zu machen, dass sie weiterhin für ein Sozialticket im VRR oder landesweit kämpfen werden, das diesen Namen auch verdient. Aus allen Städten wurde übereinstimmend berichtet, dass sich ihre Prognose bewahrheitet hat: Das 30-Euro-Ticket ist zu teuer. Es ist überall ein Flop und wird kaum nachgefragt. Die Redner unterstrichen: Es ist nicht geeignet, Menschen mit niedrigem Einkommen zu mehr Mobilität zu verhelfen. Es ist lediglich eine Vergünstigung für VRR-Kundinnen und -Kunden, die schon jetzt ein Abonnement nutzen müssen und nun eine gewisse Vergünstigung haben. Um mehr Mobilität zu ermöglichen, darf das Ticket höchstens 15 Euro kosten.”
Die Initiativen wollen nun die Verkehrsunternehmen und die Politik mit einer Roten-Punkt-Aktion unter Druck setzen. Die neue Kampagne nutzt dem Umstand aus, dass Monatskarten-Inhaber ab 19 Uhr sowie am Wochenende ganztägig weitere Personen auf ihrem Ticket mitfahren lassen können. Wer bereit ist, im Rahmen dieses Angebotes auch Fremde mitzunehmen, die sich ein normales Ticket nicht leisten können, steckt sich einen roten Button an die Jacke. Der Button signalisiert: “Ich kann eine weitere Person mitnehmen! Und: Ich halte das VRR-Angebot für unzureichend.”

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Samstag, 5. November: Sternfahrt für ein Sozialticket im VRR

Der VRR hat in Teilen des Verbundraums ein 30-Euro-Monatsticket eingeführt, das für Einkommensschwächere gedacht ist und offiziell als “SozialTicket” bezeichnet wird. Wir sind aber nicht bereit, uns mit einer Pseudo-Lösung zufrieden zu geben. Deshalb werden die Sozialticket-Initiativen an Rhein und Ruhr eine neue Kampagne starten, mit der Verkehrsunternehmen und Politik weiter unter Druck gesetzt werden.
Die Kampagne nutzt dem Umstand aus, dass Monatskarten-Inhaber ab 19 Uhr sowie am Wochenende ganztägig weitere Personen auf ihrem Ticket mitfahren lassen können. Wer bereits ist, im Rahmen dieser auch Fremde mitzunehmen, die sich ein normales Ticket nicht leisten können, steckt sich einen roten Button an seine Jacke. Der Button signalisiert: Ich kann eine weitere Person mitnehmen! Und: Ich halte das VRR-Angebot für unzureichend. Mehr als 15 Euro darf ein Sozialticket nicht kosten.
Zum Auftakt der Kampagne unternehmen die Initiativen am 5.11. eine gemeinsame Sternfahrt nach Duisburg. Den Aufruf hierzu gibt’s hier.

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Flugblatt zum geplanten 30 Euro-Ticket

Unter dem Titel “15 Euro – mehr ist nicht drin!” haben eine Reihe von Initiativen und Partei- und Gewerkschaftsorganisationen ein Flugblatt veröffentlicht, in dem die geplante Einführung eines 30 Euro Tickets unter dem Namen “Sozialticket” kritisiert wird: “Das angekündigte Ticket ist nicht das Sozial-Ticket, das wir meinen. Und das uns Anfang 2010 von der schwarz-grünen Koalition im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) versprochen wurde. Nach langjährigem öffentlichen Drängen von sozialen Initiativen, Gewerkschaften und anderen soll unter der Bezeichnung „Sozialticket“ jetzt ein neues Monatsticket eingeführt werden, das knapp 30 € kosten wird.”
Das Flugblatt als pdf-Datei.

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Zum Zusammenhang zwischen Preis, Nachfrage und durchschnittlichem Pro-Kopf-Umsatz

Eine Handreichung des AKOPLAN – Instituts zur geplanten Einführung des Sozialtickets im VRR
Den Zusammenhang zwischen (Abgabe-) Preis, Nachfrage, Pro-Kopf-Umsatz und möglichem Einnahmenausfall aus der verbundweiten Einführung eines Sozialtickets beleuchtet ein kleines Skript von Akoplan, das dieser Tage vorgelegt wurde. Hintergrund der “Handreichung für Initaitiven” sind die zahllosen kritischen Äußerungen zu den Plänen für ein VRR-Sozialticket, die sich seit Monaten ausschließlich um die Kostenseite drehen. Millionenverluste werden heraufbeschworen. Dies führt auch in der Öffentlichkeit zu einer völlig verzerrten Wahrnehmung, der wir entschieden entgegen treten müssen. Andererseits, so Heiko Holtgrave von Akoplan, “können wir es uns nicht leisten, uns aus der Diskussion um die Kosten völlig herauszuhalten. Das würde unsere Glaubwürdigkeit mindern.” Die wichtigsten Erkenntnisse: Mehr als 10 Prozent der Berechtigten wird das 30-Euro-Ticket nicht erreichen, eher weniger. Und: Die immer wieder wiederholte Behauptung, die Verkehrsunternehmen bzw. Kommunen würden auch nach Abzug der Landeszuschüsse noch auf Mindereinnahmen von 10-11 Mio. € im Jahr 2012 “sitzen bleiben”, hält einer genaueren Überprüfung nicht stand. Zur PDF-Datei: Zum Zusammenhang zwischen Preis, Nachfrage und durchschnittlichem Pro-Kopf-Umsatz und zur Bemessung des möglichen Einnahmenausfalls (Mindereinnahmen)

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Sozialticket-Verschwörungstheorie?

Jürgen Eichel wirft in einer Stellungnahme Rolf von Raden vor, in seinem BSZ-Beitrag zum Sozialticket eine Verschwörungstheorie entwickelt zu haben. Jürgen Eichel ist Sprecher des Verkehrsclub Deutschland (VCD) in NRW. Außerdem ist er Mitglied im Tarif- und Marketingausschuss sowie im Verkehrsausschuss des VRR. Seine Stellungnahme: »In der bsz wird eine Verschwörungstheorie zum Sozialticket dargeboten, wonach CDUSPDGRÜNE es eigentlich verhindern wollen, dazu wird der den Verkehrsunternehmen zugesagte Ausgleichsbeitrag herangezogen und behauptet, dass deswegen die Kommunen ein Interesse daran haben müssten, dass möglichst wenige Sozialtickets verkauft würden. Weiterlesen

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Demo in Essen: Her mit dem Sozialticket für 15 €!

Initiativen, Gewerkschaften, Parteien und andere Organisationen rufen am Dienstag, den 19. Juli, ab 9.00 Uhr zu einer Demonstration für ein Sozialticket, das den Namen auch verdient, vor dem Essener Rathaus auf. Hier tagt die VRR-Verbandsversammlung, die beschließen will, ein 30 Euro-teures Ticket als Sozialticket einzuführen. In dem Flugblatt heißt es: “Das angekündigte Ticket ist nicht das Sozial-Ticket, das wir meinen. Und das uns Anfang 2010 von der schwarz-grünen Koalition im VRR versprochen wurde. Nach langjährigem öffentlichen Drängen von sozialen Initiativen, Gewerkschaften und anderen soll unter der Bezeichnung „Sozialticket“ jetzt ein neues Monatsticket eingeführt werden, das knapp 30 € kosten wird. Es ist schon erstaunlich, wie weit die beteiligten Verkehrsunternehmen sowie die Vertreter von SPD und CDU von der Lebenswirklichkeit der Menschen an Rhein und Ruhr entfernt sind. Sie jammern und schimpfen, drohten gar mit Boykott des Vorhabens, als ginge es um ihr ganz persönliches Portemonnaie. Ganz offenbar haben sie Angst, dass zu viele Betroffene das neue Angebot nützen könnten (!). Ein solches Verhalten sollte ihnen eigentlich die Schamesröte ins Gesicht treiben!” Das Flugblatt als PDF-Datei.

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Einladung zu einer Aktionskonferenz am 20.6.2011 in Dortmund

Das Dortmunder Sozialforum lädt zu einer Aktionskonferenz „Her mit einem Sozialticket“ am 20.6.2011 ein. In der Einladung heißt es: »Gemeinsam hatten wir in Dortmund ein Sozialticket für 15 Euro im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts erkämpft. Leider war es uns Anfang 2010 nicht gelungen, eine Verlängerung des Tickets zu den alten Konditionen über die „Pilotphase“ hinaus zu erreichen. Daher wurden die Sozialticket-Abos von den NutzerInnen auch massenhaft gekündigt, nachdem der Preis verdoppelt und das Ticket auf eine Nutzung ab 9 Uhr eingeschränkt wurde. Um die Stimmung zu entschärfen, wurden die Betroffenen von der Politik auf die angeblich geplante Einführung eines VRR-weiten Sozialtickets verwiesen. Was ist in der Zwischenzeit für die Betroffenen herausgekommen? Die vollständige Einladung als PDF-Datei.

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WAZ: Prellbock fürs Sozialticket

Die WAZ berichtet am 8. 6. 2011 in ihrem Wirtschaftsteil in einem großen Artikel über den Stand der Diskussion über das Sozialticket im VRR.  Der Autor Kai Wiedermann schreibt in einem Kommentar auf Seite 2 der Zeitung: “Das Sozialticket, das sagt schon der Name, ist eine soziale Leistung. Soziale Leistungen im Öffentlichen Personennahverkehr gibt es viele: das Schüler-Ticket, das Studenten-Ticket, das Bären-Ticket für Senioren. Nicht zu vergessen: Jeder „normale“ Fahrschein, der aus dem Automat kommt, kostet dank Steuergeld weniger als er kosten müsste, betriebswirtschaftlich gesehen.”
Der Artikel und der Kommentar.

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Aktion vor der VRR-Zentrale


Bilder von der Aktion: Weiterlesen

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